Östrogene: natürlicher Schutz für Frauen
Bei Frauen wirken sich Östrogene in den fruchtbaren Jahren oft positiv auf Herz und Kreislauf aus. Sie helfen dabei, die Blutgefäße weit und elastisch zu halten, wirken günstig auf Blutfette und Stoffwechsel und bremsen bestimmte Ablagerungsprozesse in den Gefäßen. Außerdem beeinflussen Östrogene das Herz selbst. Sie wirken unter anderem darauf ein, wie viel Kalzium in die Herzmuskelzellen gelangt. Dieser Mineralstoff ist wichtig für die elektrischen Signale und das Zusammenziehen des Herzens. Sinkt der Östrogenspiegel, strömt mehr Kalzium in die Zellen ein. Dadurch kann das Herz übermäßig stimuliert werden. Herzklopfen ist deshalb ein häufiges Symptom, über das Frauen während der Menopause klagen.
Mit den Wechseljahren nimmt der Östrogenspiegel ab – und damit können sich auch Faktoren verändern, die für die Herzgesundheit wichtig sind. Häufig steigt der Blutdruck, Bauchfett lagert sich leichter an, das Cholesterinprofil kann sich verschlechtern und die Körperzellen reagieren mitunter weniger empfindlich auf Insulin. Damit wächst auch das Risiko für Diabetes.
Gerade wenn bereits eine koronare Herzkrankheit besteht, kommt es besonders auf einen herzgesunden Alltag an. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung – zum Beispiel mediterrane Kost –, ausreichender Schlaf, wenig oder möglichst kein Alkohol, der Verzicht auf das Rauchen und ein guter Umgang mit Stress sind dabei zentrale Stellschrauben. Dazu gehört auch, Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte regelmäßig kontrollieren zu lassen.